Die diesjährige Landesfachbereichstagung des Elektromaschinenbauer-Handwerks fand vom 24. bis 25. September 2026 in Bremen statt. Rund um die Kernthemen Ausbildung, innovative Zustandsüberwachung und Energieeffizienz bot die Veranstaltung den Teilnehmern ein exzellentes Fachprogramm sowie tiefe Einblicke in die industrielle Praxis.
Starke Impulse für die Ausbildung und Qualifizierung
Der erste Veranstaltungstag im Bremer Radisson Blu Hotel stand ganz im Zeichen des Wissenstransfers und des fachlichen Austauschs. Nach der Begrüßung und dem aktuellen Lagebericht durch Landesfachbereichsleiter Torsten Schalow richtete sich der Blick der Delegierten auf den Nachwuchs und die Weiterbildung im Elektromaschinenbauer-Handwerk.
Die Referenten, Direktor Thorsten Janßen und Tomi Kovac, vom BFE-Oldenburg berichteten umfassend über den aktuellen Stand der Meisterausbildung sowie die Strukturierung der überbetrieblichen Lehrgänge. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auf dem Lehrgang EMA 7 sowie den digitalen Bildungsangeboten des Netzwerks Elkonet. Die anschließende Diskussion unterstrich einmal mehr, wie entscheidend eine modernisierte Ausbildung für die Zukunftsfähigkeit des Elektromaschinenbaus ist.
Technologische Trends: Condition Monitoring und Energieeffizienz
Im technologischen Teil der Tagung wurden wegweisende Praxislösungen vorgestellt:
• Vorausschauende Wartung mit SKF: Benjamin Pfannes (SKF) demonstrierte unter dem Titel Condition Monitoring, wie moderne Schwingungsmessungen via „Axios“ ungeplante Stillstandszeiten in Produktionsanlagen minimieren können. Die drahtlose Überwachung bietet Betrieben neue Chancen für digitale Service-Dienstleistungen.
• Hocheffiziente Antriebstechnik mit ABB: Martin Wand (ABB) beleuchtete die Energieeffizienz in der Zukunft. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und strengerer Nachhaltigkeitsvorgaben zeigte der Vortrag auf, welches enorme Einsparpotenzial in der Modernisierung von Elektromotoren und dem Einsatz optimierter Antriebssysteme liegt.
Die anschließenden Abschlussbesprechung nutzten die Teilnehmer, um zukunftsrelevante Themen zu formulieren und drängende Fragen mit dem Landesfachbereichsleiter zu diskutieren.
Der Abend klang mit dem traditionellen EMA-Stammtisch aus, der einmal mehr zeigte, wie lebendig unser Netzwerk ist und wie viel kreative Energie im persönlichen, kollegialen Austausch steckt.
Live-Einblick in den Großmaschinenbau: Exkursion zu den Lloyd Dynamowerken
Der zweite Tagungstag führte die Teilnehmer in die industrielle Praxis. Die Lloyd Dynamowerke GmbH (LDW) öffnete in Bremen-Hastedt ihre Tore für die Fachdelegation, die faszinierende Einblicke in die Fertigung und Instandsetzung von elektrischen Großmaschinen, Generatoren und maßgeschneiderten Antriebslösungen im Megawatt-Bereich erhielt . Die gewaltigen Dimensionen der dort gefertigten Maschinen und das gebündelte verarbeitete Know-how beeindruckten die Fachbesucher nachhaltig.
„Bei LDW fangen die Maschinengrößen erst an, wo bei den meisten Elektromaschinenbauern schon Schluss ist.“
Nach einem gemeionsamen Mittagsimbiss endete die erfolgreiche Tagung offiziell, bevor sich am Nachmittag der Beirat zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammenfand.
Die Landesfachbereichstagung 2026 hat erneut gezeigt, dass das Elektromaschinenbauer-Handwerk die Herausforderungen des Wandels wie z. B. der Digitalisierung proaktiv mitgestaltet.
Sie möchten Mitglied werden? Schreiben Sie uns: info@handwerk-niedersachsen-mitte.de oder rufen Sie uns an: 04271 93940